„Abi, Abi, Abi, Abitur!“ hieß es noch vor ein paar Monaten bei mir. Auf die Frage, was ich nach der Schule machen würde, hatte ich noch keine Antwort. Im letzten Moment ergriff ich die Chance und habe mich hier beworben. Das Bewerbungsgespräch? Check und Volltreffer! Ich wusste, dass sich schon bald mein Leben ändern würde; Von zu Hause ausziehen und selbstständig sein. Jedoch hatte ich gar keine Zeit darüber nachzudenken und mir den Kopf zu zerbrechen. Ich hielt den FSJ-Vertrag in meiner Hand und habe es nicht realisiert. „Das ist ja noch paar Wochen hin,“ habe ich mir gesagt. Doch das alles kam schneller als ich dachte. Plötzlich standen Umzugskartons in meinem Zimmer und mit ihnen die pure Überforderung…Tja, nun sitze ich hier, im Kulturbüro in Niebüll, und bin ganz gut angekommen.

Mein Name ist Magdalena. Ich komme aus Husum, das ist zwar in der Nähe, jedoch sehe ich ständig überraschte Gesichter, wenn ich sage, dass ich vorher noch nie in Niebüll war. Umso mehr freue ich mich diese Stadt kennenzulernen.

Was wird wohl alles auf mich zukommen? Werde ich hier zurechtkommen? Viele Fragen in meinem Kopf, die ich nicht loswerden und beantworten kann. Doch der Ursprung für das, was in der Zukunft passiert, liegt im Jetzt. Also konzentriere ich mich auf diesen Moment und versuche das Freiwillige Soziale Jahr einfach zu genießen, ohne mir Fragen zu stellen, auf die ich ohnehin keine Antworten habe. Wie mein Leben jetzt aussieht? Morgens aufstehen, Kaffee trinken, auf den RE6 nach Hamburg/Altona über Niebüll warten und zum Rathaus gehen. Je länger ich auf den Zug warten muss, aufgrund der Baustellen auf dieser Strecke, desto öfter kommt es vor, dass ich an die Zeit vor dem FSJ zurückdenke. Wieder kreisen die Gedanken um die gleichen Fragen. Doch gleichzeitig bin ich erleichtert, dass ich hier so gut angekommen bin und den ganz ganz hohen Norden, für das kommende Jahr, „mein zu Hause“ nennen darf.

Mein FSJ hat mit der Niebüller Kulturnacht begonnen. Das war mein erster Abend in Niebüll, wo ich die Innenstadt erkundet habe – und das nicht allein, sondern mit vielen ehemaligen und neuen FSJler/innen. Vom ersten Augenblick an fühlte ich mich super aufgehoben, als neues Mitglied der „FSJ-Familie“! Und ich bin stolz ein Teil dieser „Familie“ zu sein, denn obwohl jeder von uns so unterschiedlich ist, ziehen wird doch alle am gleichen Strang.Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, was in meinem zukünftigen Jetzt passiert.

Macht ́s gut und bis bald

Eure Magdalena


Artikel aus der prisma Ausgabe 14

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