Während meiner Schulzeit habe ich mich wenig für Nachhaltigkeit und allem, was damit verbunden war, interessiert. Ich habe in einer Smoothie-Bar mein Taschengeld verdient und es hat sich täglich gut ein großer Sack mit Plastikmüll angesammelt mit Plastikbechern und -besteck, an manchen Tagen sogar zwei. Mir war klar, dass das nicht gut für die Umwelt ist, aber ich habe das einfach so hingenommen.

Niebüll geht seit 2015 der Initiative zur Plastikverringerung und -abschaffung nach, außerdem ist die Stadt seit 2017 mit dem Siegel Fairtrade Town ausgezeichnet. In diesem Sinne wird unter anderem Öffentlichkeitsarbeit betrieben, um die Bürger*innen über Nachhaltigkeit, die Agenda 2030 und über die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele aufzuklären und darauf aufmerksam zu machen.

Mit Sophia, einer Fairtrade-Aktivistin auf der Fairen Messe 2019 in Köln

Als aktuelle Freiwillige des Kulturbüros der Stadt Niebüll setze ich mich deshalb mit der Thematik des Fairen Handels und mit Nachhaltigkeit auseinander. Ich habe Holger zu verschiedenen Netzwerktreffen und Workshops für Fairtrade Towns begleitet, ich habe angefangen im Weltladen zu arbeiten und ich durfte nach Köln zur Fairen Messe fahren. Auf der Messe in Köln bin ich in direkten Kontakt mit Umweltaktivisten gekommen und wurde mit Informationen überflutet. Ganz unbewusst habe ich mir dann in der nächsten Zeit eine Bambuszahnbürste angeschafft, sowie angefangen loses Obst und Gemüse zu kaufen. Und plötzlich war mein gelber Müll am Ende der Woche nicht mehr so voll wie sonst.

Heute ist der 5. Juni – der Internationale Tag der Umwelt. Für den 5. Juni werden jährlich, aufgrund von aktuellen Problematiken, Mottos vergeben. Dieses Jahr lautet das Motto „Gemeinsam für Umwelt und Klima – Plastikmüll vermeiden!“ Was habe oder kann ich zu diesem Motto beitragen? Oder allgemein für den Umweltschutz?

Wie schon erwähnt, versuche ich mit ganz simplen Sachen meinen Plastikmüll zu reduzieren. Im März haben Holger und ich uns intensiv mit dem Thema Kleidung und den Produktionsstandards auseinandergesetzt. Im Amt Südtondern gab es eine Ausstellung „Ich mache deine Kleidung! – Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“. Diese Ausstellung portraitierte neuen Frauen aus Textilfabriken in Kambodscha und Bangladesch. In dessen Rahmen gab es weitere Aktionen; Der Film „The True Cost“ wurde im Kino abgespielt und eine weitere Ausstellung über die Herstellung einer Jeans war im Jule B. Fashionhouse aufzufinden. Mein Beitrag dazu war es, eine Kleidertauschparty in der Friedrich-Paulsen-Schule zu organisieren. Zusammen mit meinen Mitbewohnerinnen haben wir unsere Kleiderschränke aussortiert. Einige Kleidungsstücke wurden für die Kleidertauschparty zur Verfügung gestellt und Andere haben wir in einen Altkleidercontainer gegeben.

Hier kannst Du eine Checkliste für Deinen Kleiderschrank herunterladen:

Ich habe noch einen langen Weg vor mir, bis ich zum Beispiel komplett auf Plastik verzichten kann. Aber ich bin stolz, dass ich überhaupt damit angefangen habe. Zwar habe ich erst einige Utensilien gegen plastikfreie Alternativen ausgetauscht, aber wenn jeder diese kleine Schritten macht, kann das großes bewirken. Schritt für Schritt kommen wir ans Ziel!

Titelbild: Mit Lena Lippmann auf der Kleidertauschparty im März 2020

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