Es geht wieder los. In den letzten Wochen durch Corona ausgebremst, wird am 25. September wieder weltweit auf den Straßen für das Klima demonstriert. Alleine in Deutschland soll es in hunderten Städten Aktionen geben.

„Die Klimakrise macht keine Pause!“, so heißt es auf der Website von Fridays For Future und genauso sieht das auch Jon Callsen. Er ist bei Fridays For Future in Niebüll aktiv, wo für den Freitag ein Klimastreik mit 200 Personen angemeldet ist.

(Alle Fotos in diesem Beitrag sind vom Klimastreik 2019)

Gefordert wird die Einhaltung des Pariser Klimavertrags und die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Um die Einhaltung dieses Zieles zu gewährleisten, ist eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen notwendig.

Mit kreativem Engagement für das Klima

Auf die Frage, ob Jon das Gefühl hat, dass die Klimastreiks Erfolg zeigen, antwortet der Klimaaktivist mit differenziertem Blick. Einerseits ja, sei doch die Thematik mittlerweile ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt, anderseits nein, denn von Seiten der Politik käme noch immer zu wenig. Beispielsweise habe man sich zwar auf einen Kohleausstieg 2038 geeinigt, um die Treibhausgase zu minimieren, dennoch geht ein neues Kohlekraftwerk ans Netz. Die Bundesregierung begründet diesen Schritt auf ihrer Website damit, dass „die Genehmigung bereits vorlag, bevor ein Kohleausstieg vorgesehen war“. Die Entscheidung gegen eine Inbetriebnahme wäre „nur gegen sehr hohe Entschädigungszahlen zu erreichen gewesen“.

Fridays For Future fordert Konsequenz. Sie sprechen sich für einen Kohleausstieg 2030 und eine zu 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035 aus.

Doch was hat es eigentlich mit dem 1,5 Grad Ziel auf sich? Worauf bezieht es sich und wie wird festgestellt, dass dieses Ziel erreicht oder verfehlt wurde? Die 1,5 Grad sind im Vergleich zum vorindustriellen Niveau der Durchschnittstemperatur zu sehen. Dabei bezieht sich diese Grenze auf die langfristige Temperaturentwicklung und nicht etwa auf einzelne hervorstechende Werte. Wissenschaftler werten zehntausende Messdaten aus, um festzustellen, wie sich der globale Temperaturanstieg im Laufe der Zeit verändert. Schon 2015 lag die Durchschnittstemperatur etwa einen Grad über dem Wert aus vorindustrieller Zeit, die zunehmende CO2- Konzentration in der Atmosphäre beschleunigt diesen Prozess massiv.

Unter dem Motto #keingradweiter wird deshalb also diesen Freitag in Niebüll auf die Straße gegangen. Mit Plakaten und Sprühkreide wollen die, vor allem jungen Leute von Fridays For Future rund um Jon auf sich aufmerksam machen. Ebenso wird es Reden und Statements geben, in denen die Bewegung ihre Forderungen darstellt und Antworten geben kann.

Wie kann ich klimaneutral leben? Wie kann Niebüll klimaneutral werden? Diese Fragen gilt es sich zu stellen und deren Umsetzung anzugehen, um im Kleinen einen Teil zum Großen beizutragen.

Darum engagiert Jon sich auch im Kinder- und Jugendbeirat für ein sogenanntes Klimanavi, welches Richtlinien zum Thema Klima beinhaltet, die in Zusammenarbeit mit der Politik in Niebüll ausgearbeitet werden sollen.

Für das Klima und die Zukunft der Erde: Wer am Freitag, den 25. September dabei sein möchte, ist herzlich willkommen. Los geht es um 13.30 Uhr auf dem Rathausplatz in Niebüll. Natürlich coronakonform – mit Maske und Abstand.

Mehr Informationen zum globalen Klimastreik findet ihr unter: https://fridaysforfuture.de/, https://www.klima-streik.org/

Das Engagement für das Klima finden wir #umWeltenbesser

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