Unsere Kinder sollen sich zu starken, selbstbewussten Persönlichkeiten. Der Weg dahin ist nicht immer gradlinig und meist steinig. Karin Möller-Petersen erzählt uns, wie sie es schafft, Kinder selbst in der Corona-Zeit stark zu machen.

Karin hat ihre Kindertherapiepraxis in der Gather Landstraße 50a. Wenn die Kinder, die gerade in ihren Gruppen teilnehmen, ankommen, müssen sie erst einmal draußen warten und dürfen dann reinkommen. Einzeln versteht sich. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit, in der sie 8 Kinder in einer Gruppe haben durfte, sind es momentan 4 Kinder, die jeweils mit allen Abstands- und Hygieneregeln gleichzeitig in die Praxis dürfen.
Zu ihr kommen Kinder, die vielleicht in der Schule auffällig sind, bespielsweise aufgrund einer ADHS Diagnose, aber auch wenn sie sich vielleicht sehr zurückziehen, weil sie unsicher sind oder die Sprache noch nicht so gut beherrschen. Es kommen aber auch Kinder, die sich etwas Gutes tun möchten, weil sie merken, das Karin ihnen helfen kann, die eigene Stärke zu entdecken oder weil sie hier Möglichkeiten lernen, Stress abzubauen. Oftmals haben Kinder vielleicht auch selbst den Eindruck, dass sie „falsch“ sind, weil sie sich nicht einer gesellschaftlichen Norm entsprechend verhalten und dies von ihrem Umfeld zu spüren bekommen. Karin Möller-Petersen betont, dass jedes Kind richtig ist, so wie es ist und dass manche einfach noch mehr Bestärkung und Selbstbestärkung dafür brauchen. Diesen Ansatz verfolgt sie und er unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von psychiatrischen oder psychotherapeutischen Ansätzen, die für einige Kindern genauso angebracht sein könnten.

Kindertherapie, die stark …

Bemerkenswert an „ihren Kindern“ findet Karin, wie politisch informiert und interessiert sie sind und wie direkt die jungen Menschen etwa Corona-Regeln des Bundes oder des Landes direkt auf ihren Lebensalltag beziehen können. Die Einschränkungen und Regelungen der Regierung und die Wahrnehmung der Demonstrationen der sogenannten „Querdenker“ offenbaren die Angst vieler Kinder vor der momentan ungewissen Lebenssituation und ihr Bedürfnis nach Sicherheit. Die Kinder sind sehr diszipliniert dabei, wenn es um das Maske tragen, das Händewaschen und Abstand halten geht.
Feststellbar war in den letzten Monaten auch eine Zunahme häuslicher Gewalt. Erklärungsversuche dazu sind Quarantäne-Situationen, Existenzängste durch Kurzarbeit und vielleicht auch eine teilweise Hilflosigkeit bei Eltern, die das Homeschooling übernehmen mussten.

Als ausgebildete Psychologin und systemische Kindertherapeutin setzt Karin Möller-Petersen auf ein Training zur sozialen Kompetenz. „Mutig werden mit Till Tiger“ heißt dieses Präventionsprogramm. Zu dem 10wöchigen Training gehören Übungen und Bewegungsspiele im Garten, autogenes Training zur Stressbewältigung, spielen und basteln sowie das Lernen, Entscheidungen zu treffen. Sie zeigt den Kindern Wege auf, auf andere zuzugehen und Konflikte zu meistern. Das kann helfen, besser mit Geschwistern oder Mitschüler*innen auszukommen oder einfach auch den Beziehungsprobleme der Eltern besser für sich zu meistern. Ein Gespräch mit den Eltern gehört auch zu diesem Programm. Die Eltern sind ein ganz wichtiger Faktor, wenn es darum geht, die eigenen Kinder zu stärken und zu unterstützen.
Aber natürlich sollen die Kinder auch ganz viel Spaß haben. Mit im Programm ist auch immer das Einüben von Zaubertricks, die normalerweise auch immer aufgeführt werden, nur im Moment leider nicht.

… und mutig wie ein Tiger macht!

Wie es in den nächsten Monaten weitergeht, ist schwer vorauszusagen. Karin hat eine Warteliste für die nächsten Gruppen. Wie sie diese durchführen kann, hängt stark von den beruflichen Vorgaben ab, die sich für „Gesundheitsdienstleister ohne Körperkontakt“ aufgrund der Pandemie-Entwicklung ergeben werden.

Kinder brauchen immer, aber gerade in dieser Zeit, Zuspruch und Zuwendung, damit sie starke Persönlichkeiten werden, die gut durchs Leben kommen. Karin und der Tiger begleiten sie gerne dabei!

Weitere Infos und http://www.kindertherapie-möller-petersen.de/Home

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