Ich gehöre nicht zu den Baumumarmer*innen, aber ich habe mal wieder festgestellt, wie gerne ich eigentlich im Wald bin.

Ein Waldspaziergang hat fast dieselbe beruhigende und erholsame Wirkung wie ein Spaziergang am Deich oder im Watt. Zum Glück liegt Niebüll ja nahe der Nordseeküste, sodass ein direkter Vergleich in kürzester Zeit möglich wäre, sogar mit dem Fahrrad.

Im Südosten Niebülls haben wir einen ganz besonderen Wald. Dort befinden sich quasi drei Wälder in einem Wald. Zunächst ist da der Legerader Wald, unser Stadtwald und bebaumtes Naherholungsgebiet, durch das auch ein Teil des Niebüller Nordic Walking Parks führt. Direkter Nachbar ist das Gelände des Gebrauchshundesportvereins Niebüll.

In den 1980er Jahren entstand dann als zweiter Wald, initiiert von der Baum- und Rosenschule Boysen und finanziell unterstützt von Niebüller Unternehmen der Hochzeitswald. Hier kann jede Bürgerin und jeder Bürger einen Baum pflanzen. Ob zur Geburt, Taufe, Konfirmation, Schulanfang, Geburtstag, bestandene Prüfungen, Hochzeit, Jubiläum oder Trauerfeier, sogar zur Scheidung – also wirklich zu jeder Gelegenheit stehen hier die verschiedensten Bäume. Ganz besonders gut hat mir ein Familienbaum gefallen, mit den Geburtsdaten der Kinder und Enkelkinder. Ein anderer Baum dokumentiert auf seinem Schild den 20ten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.
Der Niebüller Verschönerungsverein pflanzt hier auch jedes Jahr den gekürten Baum des Jahres. Diese Bäume sind jeweils ein Geschenk an Schulklassen, Kindergartengruppen oder auch mal einen Ausbildungsjahrgang.


Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann gerne dort einen Baum für jemanden pflanzen. Jan Boysen von der Obst-Baumschule Boysen berät hier gerne. Die Baumschule liegt direkt gegenüber am Legerader Weg. Dort züchtet und veredelt Jan Boysen auch schon wieder fleissig den Baumnachwuchs.

Der dritte Wald ist der Niebüller Mehrwald, der anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am 03. Oktober im letzten Jahr bei einer gemeinschaftlichen Pflanzaktion mit der Niebüller Einwohnerschaft angelegt wurde. Hier ist nach einem guten halben Jahr aber noch nicht viel zu sehen. Ein kleines Wäldchen, das in den kommenden Jahren bei weiteren Pflanzaktionen größer werden wird.

Aber zurück zum Waldspaziergang. Das ist ja eigentlich etwas für den Herbst, wenn die Bäume noch bunt und voll im Laub stehen. Aber auch der frühlingshafte Waldspaziergang hat seine Reize. Man kann der Natur zusehen, wie sie so langsam in Fahrt kommt. Es gibt viel zu sehen, zu hören und zu fühlen.

Die Ruhe des Waldes lässt auch den Stress und die innere Unruhe, die die Pandemie bei uns verursacht für einige Zeit vergessen, die Akkus können aufgeladen werden. Viel Spaß bei eurem frühlingshaften Naturerlebnis, denn eines ist sicher. Jetzt geht es nach draußen!

2 Kommentare

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