Weil gerade Spargelzeit ist, haben wir uns mit einem kulinarischen Phänomen beschäftigt, dass für viele Nordfries:innen eine fast angeborene Selbstverständlichkeit ist, für andere aber durchaus zur Herausforderung im Mund wird. Die Sauce Hollandaise.

Jannes_Schwester kocht sich in ihrem Blog durch die Nordfriesische Küche (#einnordfriesischesjahr) und hat für den Niebüll Blog und für Euch hier mal genauer in den Topf geguckt:

Wenn man in Nordfriesland aufgewachsen ist, fällt es einem nicht auf, aber wenn man dann mal in eine andere Region Deutschlands zieht, wird einem deutlich, dass in Nordfriesland gerne und viel Sauce Hollandaise gegessen wird. Ich weiß noch ganz genau, als mein Mann und ich in Süddeutschland fast verzweifelt Sauce Hollandaise als Belag für unsere Pizza auswählen wollten, das aber bei diesem und auch bei allen anderen Pizzalieferanten der Umgebung nicht möglich war.

Sauce Hollandaise wird hier in Nordfriesland nicht nur zur Spargelzeit gegessen, sondern ist das ganze Jahr ein fester Bestandteil vieler Gerichte. Bei einer kleinen Umfrage auf meinem Instagram-Account „Jannes Schwester“ (www.instagram.com/jannes_schwester) habe ich etliche tolle Antworten bekommen, welche Gerichte am besten mit genau dieser weißen, buttrigen Soße schmecken. Ob nun zu Pfannkuchen, Schnitzel, Kroketten, Pizza, Fisch, Raclette, Pommes oder Gyros, es gab etliche Ideen, die allesamt sehr lecker klangen.

Häufig allerdings ist es schwierig eine gute selbstgemachte Sauce Hollandaise zu bekommen. Klassischerweise besteht die Holländische Sauce, wie sie auch genannt wird, aus Eigelb, Butter, Salz und Pfeffer. Häufig wird noch Weißwein oder Zitronensaft hinzugefügt. Die Sauce wird im Wasserbad schaumig geschlagen. Es gibt aber auch Rezepte auf Basis einer Mehlschwitze.  Ihren Namen hat sie daher, dass die Qualität der Butter in Holland als besonders hoch angesehen wurde.

Warum die Sauce Hollandaise im Norden so besonders beliebt ist, darüber kann man nur spekulieren. Auch hierzu konnte ich ein paar Ideen sammeln. Möglicherweise haben wir aus einer Modeerscheinung früherer Jahre eine Tradition gemacht und diese leckere Soße einfach in unser Herz geschlossen, als sie zu Spargel immer beliebter wurde. Die Holländer selber werden sie zu Zeiten des Deichbaus eher nicht mitgebracht haben, da die Sauce Hollandaise ursprünglich in Frankreich entwickelt wurde. Vielleicht ist es auch einfach ein kleines Gefühl von Luxus, diese früher in der Herstellung teure Soße – Eier und Butter waren teilweise begehrte Lebensmittel – zu anderen Speisen zu kombinieren.

In jedem Fall schmeckt Sauce Hollandaise einfach prima und gerade jetzt zur Spargelzeit empfehle ich, sie einfach mal selber zu machen.

Fotos by Jannes_Schwester

Guten Appetit wünscht Kerstin

Wir sind neugierig, was bei Euch auf den Teller kommt? Selbstgemacht oder aus dem Karton. Ist die Sauce Hollandaise für euch ein geschmackliches Must Have oder ein No go? Schreibt uns gerne einen Kommentar. In jedem Fall wünschen wir einen guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen von Kerstins Rezept.

Für die Sauce Hollandaise brauchst Du:

  • 2 Eier
  • 250g Butter
  • etwas heißes Wasser (zunächst nur 2-3 EL)
  • Saft 1/2-1 Zitrone
  • Salz
  • evtl. Pfeffer oder Schnittlauchröllchen
  1. Die Eier aufschlagen und in einen Messbecher geben.
  2. Zitronensaft und Wasser dazugeben und mit dem Pürierstab aufmixen.
  3. Die Butter in einem Topf schmelzen.
  4. Wenn die Butter richtig heiß ist, ganz vorsichtig in den Messbecher schütten und dabei kräftig mixen.
  5. Wenn die Flüssigkeit zu dick wird, etwas mehr heißes Wasser dazugeben.
  6. Zum Schluss die Sauce Hollandaise mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  7. Wenn man möchte, kann man Pfeffer oder Schnittlauch mit in die Sauce geben

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