Wenn der öffentliche Raum aufgeräumt und schön angelegt ist, gefällt uns das. Müll soll nicht herumliegen, das öffentliche Grün soll gepflegt aussehen, das Mobiliar ansehnlich und in Schuss sein. (Titelbild: Blühstreifen an der Wehle von Iris Jensen)

Was macht eine Stadt schön? Dazu gehören architektonisch herausragende und besondere, historische Gebäude und Funktionsbauten, die das Stadtbild prägen. Dazu gehört die Gestaltung öffentlicher Plätze und Räume und die Verkehrsstraßen.

Schön ist eine Stadt, wenn sich die Menschen gerne im öffentlichen Raum aufhalten. Dazu gehören auch die naturnahen Erholungsgebiete und Grünen Oasen in der Stadt. Bei uns im Niebüller Stadtgebiet wären das zum Beispiel der Stadtpark, die Wehle, der Marschenpark oder der Legerader Wald.

Der Stadtpark in Niebüll, schön zu jeder Jahreszeit

Schön ist eine Stadt natürlich auch, wenn die Wohngebiete gepflegt sind. Unkraut- und blätterfreie Rinnsteine und schön anzuschauende Gärten heben die Aufenthaltsqualität in der eigenen Wohnstraße.

Zur Schönheit einer Stadt tragen viele, wenn nicht alle bei. Alle Einwohner:innen und Besucher:innen können dafür sorgen, ihren Müll nicht auf die Straße zu werfen, sondern in den Mülleimer, sie pflegen ihre Gärten und Balkone und kehren den Rinnstein vor ihrem Grundstück. Dies ist sogar in der Straßenreinigungssatzung geregelt.

Auch die vielen Schaufenster der Niebüller Fachgeschäfte sind immer wieder mit viel Liebe dekoriert und sorgen für die hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

Den größten Anteil an der Schönheit des öffentlichen Raums in Niebüll haben die Stadtgärtner und der Bauhof der Stadt Niebüll unter der Leitung von Stadtgärtnermeister Jochen Johannsen. Die Pflege der Parks, Grünanlagen, Spielplätzen und Beete, das Pflanzen, aber auch manchmal Zurückschneiden oder Fällen von Bäumen und Sträuchern, die Leerung von Mülleimern, das Aufsammeln von Müll auf Straßen und Wegen und die Instandhaltung von Bänken und Spielgeräten, all das und noch mehr gehören zu den Aufgaben, sowie im Winter der Winterdienst und im Sommer das Wässern der Bäume und Pflanzen.

In den letzten Jahren hinzugekommen ist auch die Anlage von Blühstreifen für Insekten. Auf 50 verschiedenen Flächen mit einer Gesamtfläche von über 36.000 m² im gesamten Stadtgebiet wurden acht verschiedene Saatmischungen verwendet. Der Kreis Nordfriesland hat die Kosten dieser Aktion von über 5.500 € finanziell gefördert. Für Aufsehen hat auch die insektenfreundliche Bepflanzung des Kreisverkehrsplatzes an der Feuerwache. Die Anlage von bienen- und insektenfreundlichen Blühstreifen ist natürlich nicht nur für den öffentlichen Raum gedacht. Auch in den privaten Gärten und den Rasenflächen davor können schon wenige Quadratmeter große Blühflächen den Insekten eine große Hilfe sein.

Das Aushängeschild der Stadtgärtnerteams ist sicherlich der zu jeder Jahreszeit wunderschöne Stadtpark. Diese Anlage mit den Gebäuden der Friedrich-Paulsen-Schule im Hintergrund ist für viele Menschen ein perfektes Motiv oder ein perfekter Hintergrund für Fotos mit den Lieben.

Seit 2008 gibt es in Niebüller auch noch einen Verschönerungsverein, der sich in vielfacherweise dafür einsetzt Niebüll noch schöner zu machen.
Die Aktionen des Verschönerungsvereins sind vielfältig. Er organisiert gemeinsam mit der Stadt die jährliche Müllsammelaktion, den Frühjahrsputz „Schnapp den Müll, Niebüll!“, an der sich viele Niebüllerinnen und Niebüller immer gerne beteilgen.

Jährlich pflanzt der Verein gemeinsam mit einer Schulklasse, Kindergartengruppe oder sonstigen Jugendorganisationen den Baum des Jahres im Niebüller Hochzeitswald. Diese Tradition ist bei den Kinder sehr beliebt und immer auch verbunden mit einer Aktion vor Ort, die den Schulhof oder das Außengelände verschönert. So wurde zum Beispiel Hochbeet auf dem Schulhof der Dänischen Grundschule mit Sukkulenten neu bepflanzt.

Der Verschönerungsverein Niebüll zu Gast bei der Baumschule Boysen

Vielen bekannt ist der Verschönerungsverein auch durch die Verteilung von Blumenzwiebeln an Verkaufsoffenen Sonntagen im Herbst. Schon zehntausende Blumenzwiebeln des Friesischen Blausterns, der Scilla Sibirica wurden verschenkt. Im Frühjahr verschönern dann die blauen Blüten der kleinen Pflanze viele Grünflächen, Gärten und Vorgärten.

Ein weiteres Engagement ist die sogenannte Lichtmastbegrünung. Im südlichen Teil der Hauptstraße hängen Blumenkästen, deren Pflanzen über den Sommer ein schönes Bild abgeben. Gepflanzt werden sie von der Gärtnerei Gmelin, gepflegt von den Stadtgärtnern und finanziert vom Verschönerungsverein.

Das finanziell größte Projekt war bisher die Anschaffung des Tastmodells vor der Stadtbücherei. Dieses zeigt einen erweiterten Ausschnitt der Innenstadt und ist ein beliebter Stop für Einheimische wie Urlauber.

Projektideen gibt es immer wieder, etwa die Gestaltung von Strom- und Kabelkästen durch Künstler. Davon stehen wirklich viel im Stadtgebiet. Wie toll das aussehen kann, hat die NEG bereits im Bahnhofsbereich vorgemacht.

Schick bemalt statt trist

Das Engagement für ein schönes Niebüll ist schon groß und es gibt noch viele weitere Menschen und Organisationen, die daran mithelfen. Wie man sieht, es lohnt sich!

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: