Aufatmen in der Begegnungsstätte Niebüll. Seit einigen Wochen können die rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen der Arbeitsgemeinschaft Begegnungsstätte endlich wieder das tun, wofür sie sich seit 45 Jahren engagieren: Menschen einen Ort des Miteinanders und der Begegnung bereiten.

Etwas versteckt, aber gut ausgeschildert und einfach zu erreichen liegt die Begegnungsstätte hinter der Mensa der Friedrich Paulsen Schule, also mitten in der Stadt. Die Einladung hierher zu kommen sprechen Leiterin Anke Paulsen und die Verbände der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, der Katholischen Kirchengemeinde und des Deutschen Roten Kreuzes, die gemeinsam Träger der Einrichtung sind, an alle Einwohnerinnen und Einwohner Niebülls aus. Eine frei Gruppe bildet die 4. Säule der Programmgestaltung.

Das monatlich vorgeplante Programm erstreckt sich fast über das gesamte Jahr und besteht aus festen Angeboten und wechselnden Aktivitäten. Montags gibt es einen offenen Spielenachmittag mit beliebten Gesellschaftsspielen. Um Kaffee und Kuchen an den schön dekorierten Tischen kümmern sich die Helferinnen. Der Dienstagnachmittag gehört dem wechselnden Programm. Angeboten werden Vorträge, Lesungen, Reiseberichte, bunte Nachmittage zu den Jahreszeiten oder Ausflüge in die Region. Besonders beliebt sind die Busreisen mit dem Bürgermeister, der von den aktuellen Projekten der Stadtentwicklung berichtet.

Hier findest Du das Programm für das laufende Halbjahr

Donnerstags gibt es seit dieser Saison an den Nachmittagen ein offenes Programm. Anke Paulsen, die seit zweieinhalb Jahren die Begegnungsstätte leitet und den Posten von Gunhild Loske übernommen hat, möchte hier neue Angebote ausprobieren, um vielleicht auch mal ein paar mehr Männer in der Begegnungsstätte begrüßen zu können. Das könnte zum Beispiel mit einem Männerfrühstück am Nachmittag gelingen, aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass ein Handarbeitsnachmittag den Wunsch einiger Männer nach Beschäftigung erfüllt.

Auch um das Erscheinungsbild der Begegnungsstätte kümmert sich Anke Paulsen mit ihren Kolleginnen intensiv. Der Fußweg wurde neu gepflastert und es gibt im größeren der beiden Räume nun ein offenes Bücherregal und eine Box für Anregungen. Als nächstes wird ein neuer Fußboden verlegt und die Auszubildenden des städtischen Bauhofs werden die Terrasse in Schuss bringen.

Bei unserem Besuch in der Begegnungsstätte gab es zu einer Lesung des Ehepaars Diana und Wolfgang Welter frischen Pflaumenkuchen und alle fühlten sich sichtlich wohl. In den nächsten Wochen wird es weitere, wirklich sehr schöne Angebote geben, unter anderem ein Naturreisebericht aus Rumänien, ein Vortrag von Karin Tuxhorn über Frauen im Expressionismus und für die Jahreszeit passend Zwiebelkuchen und Federweißen.

Dass die Begegnungsstätte beliebt ist beweisen die Besucherzahlen von 2019, als es noch keine Pandemie gab. über 5.500 Besucherinnen und Besucher konnte die Begegnungsstätte zählen. Nun hat das Team wieder Schwung geholt und freut sich über das Stammpublikum aber auch viele neue Gäste.
Genutzt wird die Begegnungsstätte auch von anderen Gruppen. Dazu gehören der Shanty-Chor, der Seniorentanzkreis und der Kneippverein Südtondern mit Yoga und Qi Gong.

Was tun die Nordfriesen am liebsten? Schnacken. Die Begegnungsstätte ist dafür ein guter Ort für Gemeinschaft und gegen Einsamkeit, mitten in der Stadt. Alle, auch Jüngere und besonders Neubürgerinnen und Neubürger, sind herzlich willkommen. Wer möchte, darf sich auch dem Kreise der Helferinnen gerne anschließen. Aktiv sein und sich ehrenamtlich betätigen bringt Freude und neue Kontakte. Beides haben wir gerade in der Pandemie sehr vermisst.

Wir sehen uns in der Begegnungsstätte Niebüll, versprochen!

3 Kommentare

  1. Hallo Herr Heinke, ich habe den Beitrag gerade gelesen. Sehr schön beschrieben. Ziemlich am Ende steht dieser Satz: „Wer möchte, darf sich auch dem Kreise der Helferinnen gerne anschließen.“ Vielleicht kann man das noch ergänzen: „Wichtig: auch Männer dürfen aktiv mitmachen!“ Ich glaube aktive Männer im Team sind ein Mangel …. Herzliche Grüße Wilfried Bockholt Jahnstr. 3, D-25899 Niebüll Tel. +49 4661 600696 (privat) Tel. +49 4661 601-701 (Rathaus Niebüll) wilfried@bockholt.email

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    1. Moin Herr Heinke,
      habe gerade Ihren Blog Beitrag gelesen und finde ihn gut gelungen. War an diesem Nachmittag selber als Helferin dabei. Es macht Spaß und Freude sich dort zu engagieren.
      Viele Grüße
      Christa Schumann

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