Man sagt, alle guten Dinge sind drei. So ist Kornelia Klawonn-Domin die dritte Person, die wir in letzter Zeit auf dem Blog verabschieden.

Nach 15 Jahren als Leitung der Evangelischen Familienbildungsstätte in Niebüll und insgesamt 40 Arbeitsjahren, geht Konni jetzt in den Ruhestand. Mit dem Studium der Sozialpädagogik hat sie angefangen, anschließend ein Anerkennungsjahr in einer Kita gemacht und die heilpädagogischen Tagesgruppen in Hagen und im ganzen Bundesgebiet geleitet und ausgebaut und weiterentwickelt. In Essen hat sie Familientherapie studiert, ist Trainerin, Beraterin und Ausbilderin für Video-Home-Training geworden und hat durch diese verschiedenen Stationen gemerkt, dass sie nicht nur mit Kindern, sondern auch mit deren Eltern arbeiten sowie Fachleute fort- und ausbilden möchte.

Kornelia Klawonn-Domin vor der Familiebildungsstätte

Hier oben im Norden war sie erst Pädagogische Leitung einer Jugendhilfeeinrichtung. Zum 01. Juni vor 15 Jahren hat sie im Sozialraum Nord beim Diakonischen Werk Südtondern in der Sozialpädagogischen Familienhilfe angefangen und die Leitung der Ev. FBS übernommen.
Konnis Arbeitsalltag war sehr vielfältig: Von Gremienarbeit- auch auf Landes- und Bundesebene- über Telefonate, Absprachen mit den Kursleiterinnen, Beratungen und Schnack zwischen Tür und Angel. Alles war dabei. Der Kontakt war ihr immer besonders wichtig. Besonders glücklich ist sie über die tolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen sowie den kompetenten Kursleiterinnen. Der Schnack mit den Besucherinnen lag ihr auch immer besonders am Herzen.

Konni sagt, dass sie immer gerne mit Menschen gearbeitet habe und das spiegelt sich auch in dem generellen Konzept der Familienbildungsstätte wider. Das Haus ist offen für alle, jeder kann und soll herkommen und sich dort wohlfühlen können. Der Kontakt in einem offenen Haus, eine Anlaufstelle für Familien zu sein, ist immer ihr Anliegen gewesen. Besonders stolz ist Konni auf all die Kontakte, auf Angebote wie zum Beispiel die Kooperation mit den Hebammen, das gute Miteinander und die DELFI Kurse für die Bindungsentwicklung im ersten Lebensjahr. Delfifachkräfte sind ausgebildet worden und ist es ab Herbst möglich, sich dazu in der EFBS vor Ort in Zusammenarbeit mit der FBS Husum ausbilden zu lassen. Der DELFI Ansatz fördert mit seinem ganzheitlichen Ansatz die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Babys.

Ihre Zeit in der Familienbildungsstätte hat sie besonders gerne in ihrem Büro, dem Werkraum, dem oberen Dachgeschoss oder an der frischen Luft im Garten verbracht.

Beruflich hatten wir selbst über das Stadtmarketing und das Kulturbüro auch immer wieder mit der Evang. Familienbildungsstätte und mit Konni Kontakt oder gemeinsame Projekt. Zuletzt hatten wir gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern im Herbst 2021 den Workshop „Kultur macht Zirkus“ für Kinder durchgeführt. An Konni und ihrem Team blieb der ganze administrative Teil hängen. Das Schreiben von Förderanträgen und die späteren Verwendungsnachweise ist so aufwendig, dass man manchmal darüber verzweifeln kann, gerade wenn ein Projekt sich Corona bedingt verschiebt. Aber Konni hat das mit der professionellen Gelassenheit durchgezogen, die man in solch einem Job einfach auch braucht.

So ist es auch Konni als Leiterin der EFBS zu verdanken, dass das Haus der Familie in der Stadtgesellschaft wahrgenommen wird, seinen Platz hat und seine Wirkung entfaltet. Die Uhlebüller Straße 22 ist ein offenes Haus, in dem man sich stets willkommen fühlt. Das Kursprogrammheft mit seinen vielen Angeboten ist jedes Jahr wieder Dokument der großartigen Organisation im Hintergrund.

Vermissen wird sie vor allem den täglichen Kontakt zu den vielen unterschiedlichen Menschen. Für den Ruhestand freut sie sich darauf, Zeit in ihrem Garten zu verbringen, zu Lesen, Nähen und Stricken und kaum noch feste Termine zu haben. Wann kann man denn sonst montags vormittags einkaufen gehen? Auch Urlaub außerhalb der Ferien steht auf der To-Do Liste und Konni genießt es, sich ihre freie Zeit einteilen zu können. Der ein oder andere von euch ist vielleicht stutzig geworden, warum ich von „kaum noch festen Terminen“ rede, wenn sie in den Ruhestand geht. Konni hört noch nicht ganz auf zu arbeiten, Schwangeren-/ Schwangerenkonfliktberatung macht sie weiterhin. Die Beratung liegt ihr am Herzen und so hört sie nicht ganz von 100 auf 0 auf.

Ich finde es beeindruckend, was sie alles gemacht hat. Vor allem auch, dass sie im Alter von 60 Jahren noch drei Jahre lang Supervision studiert hat, was dann natürlich auch Teil ihrer Aufgaben war.

Wir wünschen Konni alles, alles Gute für den Ruhestand!

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