Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass am 20. Mai an der Kiellinie groß gefeiert wurde. Es gab auch einen ganz besonderen Anlass: Das bundesweite 20. Jubiläum der Freiwilligendienste Kultur und Bildung.

Aus diesem Grund möchte ich euch heute einmal die Landesvereinigung Kulturelle Kinder-und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V., kurz LKJ SH, vorstellen. Sie ist der Dachverband für Einrichtungen und Verbände, die landesweit in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung aktiv sind. Neben dieser Verbandsarbeit und der Servicestelle Kultur macht stark, ist die LKJ S-H e.V. auch Träger für die Freiwilligendienste Kultur und Bildung in Schleswig-Holstein (FSJ und BFD).

So organisiert sie auch die tollen Seminare auf dem Scheersberg, die Teil des FSJ sind.

Jetzt wird es ein kleines bisschen komplizierter, denn es ist nicht die LKJ SH, die 20-jähriges gefeiert hat, sondern die Dachmarke Freiwilligendienste Kultur und Bildung, die es in ganz Deutschland gibt. Darunter fallen die Formate „FSJ Kultur“, „FSJ Politik“ und „FSJ Schule“. Die LKJ SH ist der regionale Träger in Schleswig-Holstein.

Gestartet ist das FSJ Kultur 2001. Damals gab es erst 125 Freiwillige in fünf Bundesländern. In den folgenden Jahren hat sich das Ganze immer mehr ausgeweitet, sodass sich jetzt ca. 2400 Freiwillige bundesweit engagieren. In Schleswig-Holstein gibt es das FSJ Kultur seit 2003, damals allerdings noch mit Verwaltung über die LKJ in Niedersachsen. Die LKJ Schleswig- Holstein ist seit 2009 Träger und begleitet jedes Jahr mittlerweile mehr als 100 Einsatzstellen und 130 Freiwillige.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die es möglich machen, dass wir ein FSJ machen und uns auf diese Weise engagieren und ausprobieren können!

Ich wollte von unseren beiden Teamern, die mein FSJ- Seminar begleitet haben, auch noch ein paar persönlichere Dinge, wie zum Beispiel was ihre Lieblingsaktion in all den Jahren war, wissen. Aber erstmal stelle ich euch die beiden vor. Finnja arbeitet als hauptamtliche Koordinatorin bei der LKJ. Nach der Schule hat sie aber erst ein FSJ im Nordkolleg in Rendsburg gemacht und anschließend in Kiel angefangen, Politik-und Europäische Ethnologie zu studieren. Durch einen Zufall landete sie beruflich bei der LKJ SH, deren Geschäftsstelle sich direkt neben dem Nordkolleg befindet. Neben ihrer Tätigkeit bei der LKJ SH beendet sie aktuell an der Fachhochschule Kiel ihr Masterstudium.

Marten ist ehrenamtlich als Teamer dabei. Er hat nach der Schule ein FSJ bei der dänischen Minderheit gemacht und studiert jetzt Mathe und Musik auf Lehramt in Münster. Er wurde von seiner ehemaligen Koordinatorin gefragt, ob er nicht Lust hätte, die Seminare auf dem Scheersberg zu begleiten und war sofort Feuer und Flamme. Seitdem sorgt er unter anderem mit seinen morgendlichen Warm-Ups auf dem Scheersberg für gute Laune bei den Freiwilligen.

Finnja und Marten auf dem Scheersberg mit dem Bismarckturm im Hintergrund

Ich wollte von den beiden wissen, was denn ihre Lieblingsaktionen der letzten Jahre waren und sie waren sich ziemlich einig. Es ist kein bestimmtes Event, sondern die Seminare, die ihnen besonders am Herzen liegen. Für Finnja sind es im speziellen die Abschlussseminare, da man sich dann untereinander bereits besser kennt, sich wiedersieht und das FSJ noch ein letztes Mal zusammen feiern kann. Marten mag die Werkstätten besonders gerne, die auf den Seminaren angeboten werden und freut sich jedes Mal darauf zu sehen, was am Ende dabei Tolles entsteht. Auch die Entwicklung der Freiwilligen verfolgen die beiden sehr gerne und sind immer wieder überrascht, was für ein großer Unterschied doch zwischen Einstiegs-und Abschlussseminar besteht.

Genau wie wir nach dem FSJ jetzt auch, richten wir den Blick ein bisschen auf die Zukunft. Was sind Dinge, die unbedingt durchgeführt werden sollen? Finnja wünscht sich auf politischer Ebene ein Vorankommen beim Thema Freie Fahrt für Freiwillige. Es wäre wirklich super, wenn das in Zukunft umsetzbar wäre, dass alle Freiwilligen kostenlos den ÖPNV nutzen können. Marten möchte gerne sein erstes Großseminar mit zwei Gruppen auf dem Scheersberg erleben, bis jetzt war das aufgrund von Corona nicht möglich. Außerdem wünscht er sich, dass mehr Einsatzstellen im Politikbereich in den nächsten Jahren dazukommen.

Fotos von der Jubiläumsfeier, von Fabian Palm

Die wichtigste Frage zum Schluss: Warum sollten junge Menschen überhaupt ein FSJ machen?

Finnjas Antwort ist eindeutig: Man kann nur gewinnen. Auf der einen Seite natürlich, was die persönliche Entwicklung betrifft, das Jahr eignet sich aber auch hervorragend dazu, sich beruflich zu orientieren. Sie betont auch, dass man dadurch lernt, eigenständig zu sein. Marten ergänzt, dass man immer etwas aus dieser Zeit mitnehmen und auch viel lernen kann, wenn es mal schwieriger sein sollte. Es ist auch einfach mal etwas Anderes als „nur Schule“ und nicht nur die Freiwilligen profitieren von diesem Jahr, sondern die Einsatzstellen auch.

Apropos: Im Kulturbüro ist noch eine Stelle frei, auf die ihr euch gerne noch bewerben könnt. Meldet euch dafür entweder direkt bei uns, per Email oder Social Media, oder bewerbt euch über das Portal der LKJ unter: http://www.lkj-sh.de/startseite/.

Natürlich gibt es auch noch ganz viele weitere tolle Stellen, die ihr auf der Seite finden könnt. Die Einsatzstellen freuen sich auf euch! Auf die nächsten 20 Jahre Freiwilligendienst! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: