Im März 2022 konstituierte sich der mittlerweile fünfte Niebüller Kinder- und Jugendbeirat. Seitdem vertreten 7 Jugendliche die Interessen ihrer Generation in den politischen Ausschüssen der Stadt.

Brar Gonnsen und Thilo Rackow haben uns einen Einblick in ihre ehrenamtliche Aufgabe gegeben. Der Niebüller Kinder- und Jugendbeirat wird zu allen Sitzungen der Stadtvertretung und der städtischen Ausschüsse eingeladen und hat dort sowohl Rede- als auch Antragsrecht. Die Teilnahme an den Sitzungen haben die Jugendlichen unter sich aufgeteilt. So geht Brar in den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales. Thilo, der Vorsitzender des NKJB ist, nimmt an den Sitzungen des Ausschusses Umwelt, Wirtschaft und Tourismus sowie dem Feuerschutzausschuss teil. Dort können sie sich zu Themen, die die Belange von Kindern und Jugendlichen betreffen einbringen. Konkret sind dies zum Beispiel die Sportmöglichkeiten in der Stadt. So hat der NKJB gemeinsam mit dem Haus der Jugend einen Antrag zur Schaffung eines öffentlichen Basketballplatzes auf den Weg gebracht. Dieses Thema wurde auch schon in den städtischen Gremien behandelt.

Auf die Fahnen schreibt sich der Niebüller Kinder- und Jugendbeirat seit seiner Gründung 2013 das Thema Klima- und Umweltschutz. In Erinnerung sind hier die Veranstaltung Greenbüll oder die städtische Satzung zur Verringerung von Plastikmüll bei Veranstaltung, die auf Initiative des NKJB von der Politik beschlossen wurde. Aktuell steht hier das Klimaleitbild für Niebüll auf der Agenda, welches gerade für nachfolgende Jahrgänge von besonderem Interesse ist, spielt doch auch die kommunale Klimabilanzierung eine immer wichtigere Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität und Erreichung der globalen Klimaziele.

Neben der politischen Arbeit sind Thilo und Brar auch die demokratischen Werte sehr wichtig: Sich überhaupt in Gremien wie dem NKJB oder der Schülervertretung engagieren und für die Interessen der eigenen Altersgruppe einzutreten und so mitbestimmen zu können ist für beide sehr wichtig. Auch das Kinder und Jugendliche überhaupt eine Interessenvertretung für sich wählen dürfen ist für beide ein hohes Gut. So möchten sie auch dafür sorgen, dass der NKJB noch mehr Sichtbarkeit erfährt und vielleicht auch im Zuge der Vergrößerung der politischen Gremien zur Kommunalwahl im Mai 2023 selbst auch vergrößert werden kann. Dies wird jedoch ein schwieriges Unterfangen. Bei den Wahlen zum aktuellen NKJB gab es nur 7 Bewerber:innen. Zudem ist in der Altergruppe die freie Zeit sehr knapp und Politik steht da nicht sehr weit oben auf der Liste der Möglichkeiten. Aber hier sehen Brar und Thilo Potentiale. So kommen die Mitglieder des NKJB derzeit ausschließlich aus dem schulischen Umfeld. Jugendliche, die beispielsweise eine Ausbildung machen oder schon in Betrieben arbeiten, könnten sich genauso engagieren. Für den Niebüller Kinder- und Jugendbeirat zu kandidieren ist ja immerhin bis einschließlich 21 Jahren möglich.

Als Nächstes steht jedoch an, sich selbst eine Geschäftsordnung zu geben, die den Mitgliedern als Orientierungshilfe für ihre Arbeit dienen soll. Hier bekommen die Jugendlichen Unterstützung aus der Verwaltung des Amtes Südtondern. Überhaupt loben Thilo und Brar die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Stadt, die die Arbeit des NKJB über all die Jahre bestmöglich unterstützt haben. Daneben will man sich auch bei der Gründung eines Dachverbandes für Kinder-und Jugendbeiräte in Schleswig-Holstein engagieren, um das Thema auch in der Fläche noch weiter voranzubringen.

Wer sich also nun für die Arbeit des Niebüller Kinder- und Jugendarbeit interessiert oder ein Anliegen hat, das dieser vor der Politik vertreten soll, kann sich gerne an den NKJB wenden, zu den öffentlichen Sitzungen kommen oder einfach über das Insta-Profil eine Nachricht schreiben.

Neben Thilo und Brar gehören Peer Lorenzen, Levke Lorenzen, Luca Lorenzen, Johanna Lüpcke und Connor Leseberg zum derzeitigen NKJB.

Wir wünschen dem NKJB viel Spaß bei der politischen Arbeit und gute, umsetzbare Ideen für die Kinder und Jugendlichen in Niebüll.

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