dadadada

Schon wieder ein Jahr rum

Ich hatte überlegt, ob ich einfach nur eine Reihe an weinenden und Herzemojis in den Artikel schreibe, für die Trauer, dass es vorbei ist und die Freude, dass es überhaupt stattgefunden hat. Aber das wäre wohl für die breite Masse etwas zu kryptisch. 

Deswegen fange ich mal damit an, zu sagen, dass ich richtig dankbar bin, hier für dieses Jahr „auserwählt“ worden zu sein. Im Bewerbungsprozess vor über einem Jahr war das Kulturbüro meine Lieblingsstelle und es hat sich auch im Laufe des Jahres als genau für mich passend bewahrheitet. Ich wurde akzeptiert wie ich bin, auf meine Bedürfnisse wurde ohne Diskussion Rücksicht genommen und ich konnte und durfte soo viele eigene Ideen umsetzen und wurde dabei stets von verschiedenen Seiten unterstützt. 

So konnte ich beispielsweise eine komplett eigene umfangreiche Ausstellung machen, habe mit dem Haus der Jugend zusammen einen Linoldruckworkshop geleitet, eine Kunstpinnwand in der Bücherei errichtet, ein Ausmalbuch über die Stadt selbstgemacht,..

Die Kunstpinnwand in der Stadtbücherei wird sehr gut angenommen

Und bin mit richtig vielen interessanten Leuten ins Gespräch gekommen. Durch Zusammenarbeiten bei meinem Projekt oder beim Museumsdienst, aber auch durch Veranstaltungen, die ich privat besucht habe.

Generell konnte ich so viele tolle Sachen und Leute kennenlernen, sowohl direkt als auch indirekt durch das FSJ. Es gibt trotz der Ländlichkeit so viele Angebote hier und wenn es mir irgend möglich ist, werde ich auch in Zukunft gerne daran mithelfen, diese zu erhalten oder zu erweiten.

Auch Niebüll als Stadt ist mir sehr ans Herz gewachsen. 

Nicht nur, dass es sehr idyllisch ist mit den Backsteinhäusern und viel Grünzeug überall zwischendurch – So oft traf ich Bekannte auf dem Weg zur Arbeit und so manches mal habe ich mich ein ganzes Weilchen mit Leuten verquatscht über alle möglichen Themen und jedes Mal habe ich mich riesig darüber gefreut. 

Aber auch Fremde sind viel offener als in meiner Heimat. Allein im Zug habe ich schon mehrere Leute kennengelernt, denen ich regelmäßig begegne. 

Obwohl Niebüll 3mal so klein ist wie meine Heimatstadt Griesheim, gibt es hier 3mal so viele (kulturelle) Angebote. Immer ist irgendwo was los und (ich weiß nicht, ob ich voreingenommen bin, da ich ja direkt im Stadtmarketing dabei war), aber ich hatte immer das Gefühl, dass die Veranstaltungen und Projekte, die hier so stattfinden, wirklich für die Bürger gemacht werden und es viele Bemühungen gibt, auch möglichst viele verschiedene Gruppen mit einzubinden, sei es im Thema Barrierefreiheit oder kostenloser Zugang zu Kultur, auch unter anderem durch die Kulturtafel. 

Gerade die Betreuung dieser ist mir ein persönliches Anliegen gewesen, es war wunderschön zu sehen, dass man Leuten, die es finanziell schon schwer genug haben, eine aufrichtige Freude bereiten und zur Teilhabe beitragen kann.

Ich bin wirklich sehr froh, dass die Stelle des Kulturbüros existiert und den Fokus nicht darauf legt, eine billige zusätzliche Arbeitskraft zu haben, sondern den FSJlern Erfahrungen und Möglichkeiten zu bescheren. 

Ich habe mich sehr wohl gefühlt, alle Kollegen und Kolleginnen, mit denen ich im Rathaus in irgendeiner Form zu tun hatte, sind super lieb und ich glaube, ein so familäres Umfeld findet man nicht überall. Auch wenn ich es jedem wünschen würde. 

Ich hoffe, auch in Zukunft vielleicht noch die ein oder andere Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing vollziehen zu können, auf dass man sich mal wieder sieht und gemeinsam an Ideen arbeiten kann.

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